Vielen Dank für Euer Kommen!

Im Namen des Bündnis 17. Mai möchten wir uns ganz herzlich bei allen Demonstrationsteilnehmer*innen und den Redner*innen bedanken!

Immerhin behauptet die Kirche nun David Berger sei nicht wegen seiner Homosexualität aus seinem Beruf gedrängt worden. Dass weder wir noch ihr das glauben haben wir ja heute schon entschlossen gezeigt! Die Kirche merkt offenbar garnicht, wie lächerlich und falsch sie – auch jetzt noch – argumentiert!


(Bild: seismograph.blogsport.de)

Laut Polizei waren wir übrigens bis zu 500 Leute!

Bald gibt es auch von unserer Seite aus noch einen ausführlichen Bericht und viele Bilder.
Ein paar Presseberichte schonmal vorab (die sind ganz bestimmt nicht vollzählig):

Zu guter letzt noch ein Veranstaltungshinweis:

David Berger: „Der heilige Schein – Als schwuler Theologe in der katholischen Kirche“ – Lesung des Autors mit anschließender Diskussion

Mo., 23.05., 19.30h Hörsaal G (Hörsaalgebäude der Universität zu Köln)

Organisation: LUSK (Autonomes Lesben- & Schwulenreferat der Universität zu Köln)


1 Antwort auf „Vielen Dank für Euer Kommen!“


  1. 1 Antifa Euskirchen 17. Mai 2011 um 22:44 Uhr

    Hallo, mal was geklaut von den Jungdemokrat_innen! So sollte die eigentliche Kritik an der Religion in der Schule aussehen :) Trotzdem, super von euch … weitermachen!

    “ Manche Schülis lieben ihn, schließlich ist er ein „Laberfach“ und gut geeignet, einen schlechten Notendurchschnitt aufzufrischen oder ein kleines Schläfchen während der Schulzeit zu halten. Aber mal im Ernst – soll man Glauben in der Schule lernen?! Ein wunderliches Kuriosum, das nahezu einzigartig in der modernen Welt ist, zeichnet Deutschland aus: In keinem anderen westlichen Land gibt es an staatlichen Schulen und vom Staat bezahlten, von regulärer Unterrichtszeit abgeknapsten Religionsunterricht. Der Name täuscht: Es handelt sich nicht um einen Wissensüberblick über „die Religionen“, vielmehr werden konfessionelle Inhalte der beiden in Deutschland ansässigen christlichen Großkirchen vermittelt. Und da haben wir ein weiteres Kuriosum: Der Staat hat keinen Einfluß auf Form und Inhalt dieses Unterrichts, der nicht etwa freiwillig ist. Die Teilnahme am Religionsunterricht ist fast „automatisch“ – das Grundgesetz schreibt in Artikel 7 Absatz 3 vor, dass konfessioneller Religionsunterricht in den öffentlichen Schulen ordentliches Lehrfach sein soll. Die große Mehrheit der Leute stellt sich vor, dass in diesem Fach allgemeine „Werte“ vermittelt werden. Aber natürlich ist die kirchliche Motivation spezifischer. Sie besteht nicht darin, gute Menschen oder gute StaatsbürgerInnen heranzuziehen, sondern man will die verirrten Schäfchen zum wahren Glauben bringen und missionieren. Die Teilnahme am Religionsunterricht ist – Gott sein Dank – zumindest ab dem 14. Lebensjahr (in Bayern erst ab dem 18!) freiwillig. Wer jedoch nicht am Religionsunterricht teilnimmt, wird in Deutschland zumeist dazu verdonnert, einen Ersatzunterricht besuchen zu müssen. Ethik ist ein Zwangsersatzfach, das es nur wegen des Religionsunterrichts gibt und nur die nichtchristlichen Schülis aufbewahren soll. Ethik macht Religionsunterricht weniger unattraktiv; weil dieses Fach NichtchristInnen die gewonnene Freistunde versaut. Dass es Ethik geben muss, ist nirgends vorgeschrieben.
    Bewegung in die Debatte!

    Ein Erbe der DDR ist noch heutzutage die rege Diskussion in den fünf Ost-Bundesländern um den Religionsunterricht: Da hier ca. 70% der Menschen konfessionslos sind, wird der Einfluss von Kirchen auf die Schule und Lehrinhalte am offensichtlichsten zum Ärgernis. Die Ergebnisse der Debatte sind z.B. das Kruzifix-urteil von 1995 (In Schulen und anderen staatlichen Einrichtungen dürfen keine Glaubenssymbole wie eben das Kruzifix hängen und damit die SchülerInnen beeinflussen) und Versuche verschiedener Bundesländer, den Religionsunterricht abzuschaffen bzw. Kompromisse für dessen Gestaltung zu finden.

    In Bremen wird ein bekenntnismäßig nicht gebundener Unterricht (Religionskunde) in „Biblischer Geschichte“ auf allgemein christlicher Grundlage erteilt. Diese Religionskunde gilt als Pflichtfach für alle SchülerInnen, auch nichtchristliche, unter staatlicher Schulaufsicht mit versetzungsrelevanter Benotung.
    Seit März 2006 ist in Berlin „Ethik“ ein Pflichtfach für alle SchülerInnen. Es soll welttanschaulich neutral sein, aber auch bisweilen „eng mit den Trägern von Religions- und Weltanschau-ungsunterricht kooperieren“. Religionsunterricht kann freiwillig besucht werden, ist nicht versetzungsrelevant und wird von kirchlich bestellten MitarbeiterInnen erteilt. Wer die wöchentlich zwei Stunden Religionsunterricht nicht besucht, hat frei.
    In Brandenburg gibt es seit Mitte der neunziger Jahre LER (Lebensgestaltung/Ethik/Religion). Alle SchülerInnen sind in diesem Bundesland zur Teilnahme an LER verpflichtet und mussten sich bislang ausdrücklich davon abmelden, um stattdessen an dem eigenständig von den christlichen Kirchen angebotenen Religionsunterricht teilnehmen zu können, der dann aber wie in anderen Bundesländern auch normal benotet wird.

    Anderen den Glauben finanzieren?
    Wenn es in Deutschland ein Recht auf einen Religionsunterricht gibt, dann steht dieses Recht eigentlich auch allen Religionen zu. Dieser Analogieschluss führt dazu, dass bisweilen die Einführung von „Islamunterricht“ oder Unterricht in anderen Religionen gefordert wird. Klar, in der bestehenden Logik ist es gerechter, nicht nur christliche Glaubensunterweisung zu bieten. Aber ist die diese Logik denn so toll? Wir meinen: Nein. Die staatliche Schule sollte gar nichts mit Religion zu tun haben! Wer Religionsunterricht will, soll diesen gerne haben, und zwar freiwillig, in der Freizeit, ohne Noten und nicht von allen SteuerzahlerInnen über den Staat finanziert! Weder der Status von Religionsunterricht als „ordentliches Lehrfach“ noch die Bezahlung von ReligionslehrerInnen und deren Ausbildung an stattlich finanzierten theologischen Fakultäten ist für einen weltanschaulich neutralen Staat akzeptabel. Religionsunterricht allein kostete den Staat übrigens im Jahr 2000 1.372.032.000 €. Aber auch erheblich weniger wäre uns zuviel. Die Bundesrepublik ist eigentlich ein säkularer Staat, also ein weltlicher Staat, eigentlich soll es keine Staatsreligion geben und eigentlich soll eine „Trennung von Kirche und Staat“ herrschen. Es wird Zeit, endlich mal danach zu handeln!

    Religionsunterricht abschaffen
    Ersatzunterricht abschaffen
    Religion raus aus Schule & Staat.
    Kritische Betrachtung von Religion und Kirchen in der Schule

    PDF Religion Schule

    http://jd-jl-rlp.de/themen/8-bipo/22-religion-raus-aus-der-schule-zu-religionsunterricht.html

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